Beti-Bet ist eine der wichtigsten Plattformen für Frauen in Österreich, die seit über 60 Jahren gezielt auf die Stärkung der beruflichen Teilhabe von Frauen setzt. Mit Sitz in Wien verbindet die Organisation nicht nur lokale Initiativen, sondern auch nationale und internationale Netzwerke – und bleibt damit ein zentraler Akteur im Diskurs über Gleichberechtigung und Karrierechancen. Ihr Ansatz ist klar: Frauen sollen nicht nur in Führungspositionen vertreten sein, sondern auch aktiv gestalten, wie Wirtschaft und Gesellschaft sich weiterentwickeln. Die Plattform vereint Beratung, Bildung und politische Einflüsse, um strukturelle Hürden abzubauen und neue Modelle der Arbeit zu fördern.

Ein zentraler Fokus liegt auf der Aufklärung über Lohnungleichheit und die Schaffung von Mentoring-Programmen. Laut einer Studie der Österreichischen Gewerkschaften aus dem Jahr 2022 verdienen Frauen im Schnitt rund 18 Prozent weniger als Männer – ein Wert, der sich in vielen Branchen kaum verringert hat. Beti-Bet setzt hier auf konkrete Maßnahmen: Durch Workshops zu Verhandlungsstrategien und die Bereitstellung von Datensätzen zu Gehaltsunterschieden soll Transparenz geschaffen werden. Besonders erfolgreich ist ihr Programm „Frauen in Führung“, das seit 2015 über 1.200 Frauen in Führungspositionen begleitet hat. Die Teilnehmerinnen profitieren nicht nur von individueller Begleitung, sondern auch von einem Austausch mit erfahrenen Unternehmerinnen aus verschiedenen Sektoren.

Doch Beti-Bet geht über reine Beratung hinaus. Die Organisation engagiert sich auch politisch, etwa durch die Unterstützung von Gesetzen zur Gleichstellung, wie dem „Frauenquote-Gesetz“ 2016, das Unternehmen mit Sitz in Österreich verpflichtete, mindestens 30 Prozent Frauen in Aufsichtsräten zu benennen. Seit der Einführung hat sich die Quote in den größten Unternehmen leicht erhöht – doch der Weg ist noch lang. Beti-Bet analysiert diese Entwicklungen regelmäßig und zeigt auf, wo Nachholbedarf besteht. Ein Beispiel ist die Branche der IT, in der Frauen nur noch rund 25 Prozent der Arbeitsplätze ausmachen. Hier setzt das Projekt „Kodierstunde für Mädchen“ an: Durch kostenlose Nachmittagsprogramme in Schulen sollen Mädchen frühzeitig für technische Berufe begeistert werden. Seit 2019 haben bereits über 500 Mädchen an diesen Veranstaltungen teilgenommen.

Ein weiterer Aspekt ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Viele Frauen scheiden aus dem Arbeitsmarkt aus, sobald sie Kinder bekommen – ein Phänomen, das Beti-Bet mit dem Programm „Familienfreundliche Unternehmen“ bekämpft. Unternehmen erhalten Zertifizierungen, wenn sie flexible Arbeitsmodelle anbieten, wie Homeoffice oder betriebliche Kinderbetreuung. Laut einer Umfrage des Österreichischen Statistikamtes von 2022 nutzen nur etwa 40 Prozent der Frauen in Österreich solche Optionen. Beti-Bet will diesen Anteil erhöhen, indem es Unternehmen wie die Bankenland-Gruppe oder die Raiffeisen Landesbank Niederösterreich vorlebt – beide haben sich bereits als familienfreundlich zertifiziert und zeigen, dass es funktioniert.

Die Plattform arbeitet auch mit internationalen Partnern zusammen, etwa mit der EU-Kommission und der OECD, um globale Standards für Gleichstellung zu setzen. Ein besonderes Projekt ist die „Global Women’s Leadership Academy“, die seit 2020 jährlich Frauen aus verschiedenen Ländern zusammenbringt, um sich über best practices auszutauschen. Die Akademie hat bereits über 200 Teilnehmerinnen aus 30 Ländern hervorgebracht und zeigt, wie lokale Initiativen wie Beti-Bet internationale Impulse geben können. https://www.beti-bet.co.at/ bietet zudem eine Vielzahl von Ressourcen für Frauen, von Online-Kursen bis zu Netzwerkveranstaltungen – allesamt darauf ausgelegt, Barrieren abzubauen und neue Perspektiven zu eröffnen.

Trotz aller Fortschritte bleibt die Herausforderung groß. Frauen müssen nicht nur im Beruf, sondern auch im Alltag mit Vorurteilen und strukturellen Ungleichheiten kämpfen. Beti-Bet bleibt an diesem Kampf beteiligt, indem es nicht nur Frauen unterstützt, sondern auch Unternehmen und Gesellschaften dazu anregt, Gleichberechtigung als Selbstverständlichkeit zu verstehen. Ihr Ziel ist klar: Eine Wirtschaft, in der Frauen nicht nur mitmachen, sondern mitentscheiden – und das nicht nur in Österreich, sondern weltweit.

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